Leistungskatalog FUK
Seminarprogramm 2018

Arbeit bei Feuer und Sommerhitze Wie können Feuerwehrleute Gesundheitsrisiken mindern?

Arbeiten in großer Hitze ist für Feuerwehrleute Teil ihres Alltags. Trotzdem birgt die aktuelle Sommerhitze auch für sie zusätzliche Gefahren. Ein körperlich anstrengender Einsatz in mehrlagiger Schutzkleidung treibt den Schweiß und führt schnell zu extremem Flüssigkeitsverlust. Wie kann man solchen Gesundheitsrisiken begegnen und den Hitzestress reduzieren? Die gesetzliche Unfallversicherung und der Deutsche Feuerwehrverband geben Hinweise, wie die Gesundheitsrisiken beim Feuerwehreinsatz in großer Hitze gemindert werden können.

„Bei Temperaturen über 30 Grad kann es gerade bei großer körperlicher Anstrengung zum Beispiel zu einer Hitzeerschöpfung oder gar einem Hitzschlag kommen“, warnt Tim Pelzl, Leiter des Fachbereichs „Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ der DGUV: Auch die hohe Ozonbelastung kann zu gesundheitlichen Problemen führen. „Die verantwortlichen Führungskräfte müssen all diese Faktoren momentan bei der Einsatzvorbereitung und -durchführung beachten“, sagt Klaus Friedrich, Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). „Treten Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Bewusstseinsveränderungen oder Krampfanfälle auf, sollte medizinische Hilfe angefordert werden.“

Zwar können Feuerwehrleute die Arbeit bei großer Hitze nicht vermeiden, aber mit einigen Vorsichtsmaßnahmen lassen sich die Risiken zumindest mindern:

• Achten Sie bei allen Einsätzen auf einen konsequenten Sonnenschutz. Kopf und
  Körper sollten bedeckt sein, die Augen eventuell mit einer Sonnenbrille geschützt.
  Machen Sie wann immer möglich Pausen im Schatten.

• Grundsätzlich sollten körperliche Belastungen reduziert werden. Halten Sie
  Einsatzübungen deshalb kurz, verschieben Sie Tätigkeiten, die nicht unbedingt
  notwendig sind, auf kühlere Tageszeiten. Von sportlichen Aktivitäten ist abzuraten.

• Es ist wichtig, auf eine großzügige Flüssigkeitszufuhr zu achten. Die tägliche
  Trinkmenge sollte bei gesunden Einsatzkräften mindestens drei Liter betragen. Die
  Getränke sollten in kleinen Portionen, aber dafür kontinuierlich eingenommen werden.
  Nach einem Einsatz mit Pressluftatmern (PA) oder Chemikalienschutzanzügen (CSA)
  sollte die Trinkmenge um weitere 1,5 Liter aufgestockt werden. Nicht vergessen:
  Bereits im Einsatzfahrzeug und an der Einsatzstelle müssen ausreichend Getränke
  bereitstehen.

• Nutzen Sie jede Möglichkeit zum Abkühlen – auch den Sprühstrahl des
  Löschfahrzeugs.

• Die Einsätze sollten so geplant werden, dass nicht ein Feuerwehrmann oder eine
  Feuerwehrfrau mehrere anstrengende Einsätze, zum Beispiel mit umluftunabhängigem
  Atemschutz, hintereinander absolvieren muss. Das heißt: Rechtzeitig an Ablösungen
  denken und nachalarmieren.

• Mehrlagige Einsatzkleidung zur Gebäudebrandbekämpfung, zum Beispiel nach DIN
  EN 469 bzw. HUPF Teil 1 und 4, belasten die Einsatzkräfte bei der Hitze extrem. Wann
  immer es taktisch und sicherheitstechnisch möglich ist, sollte auf leichtere, weniger
  isolierende Einsatzkleidung ausgewichen werden. Zum Beispiel bei der technischen
  Hilfeleistung oder der Brandbekämpfung im Freien.

Weitere Hinweise zu akuten Hitzeerkrankungen:

http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/204-037.pdf 


Feuerwehrhäuser online planen

Ein neues Internet-basiertes Programm der Feuerwehr-Unfallkassen Nord und Mitte unterstützt die Städte und Gemeinden als Träger der Feuerwehren dabei, Feuerwehrhäuser sicherheitsgerecht zu planen und zu bauen.

www.feuerwehrhaus-onlineplanung.de

Systemvoraussetzung: übliche Browser wie Google-Chrome, Firefox oder aktueller Internet-Explorer (Wird noch der ältere Internet-Explorer 8 verwendet, kann man sich z.B. den Browser Firefox Portable runterladen und das Programm darüber starten. Weder der Browser Firefox Portable noch das Programm werden dabei auf dem Rechner installiert.)

Erklärfilm Arbeitsunfall

Freiwillige Feuerwehr – ein verantwortungsvolles Ehrenamt. Doch was passiert, wenn´s passiert ist? Gemeint ist der Arbeitsunfall. In Deutschland sind Feuerwehrleute in der Freiwilligen Feuerwehr über die Gesetzliche Unfallversicherung abgesichert. Unfallversicherungsträger sind die Feuerwehr-Unfallkassen und Unfallkassen. Was der Versicherungsschutz bedeutet und welche Maßnahmen erfolgen, wenn ein Feuerwehrangehöriger im Dienst einen Unfall erleidet, kann man sich im neuen Videoclip der Feuerwehr-Unfallkassen kurz und anschaulich erklären lassen. Der Clip wurde von den Feuerwehr-Unfallkassen in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Unfallkassen und Berufsgenossenschaften, der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung), produziert.

Erzählt wird in dem kurzen Film die Geschichte von Florian Brand: Der erleidet beim Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr einen Unfall. Während des Dienstes ist Florian gesetzlich unfallversichert. Wie Heilbehandlung und Entschädigung nach Florians Unfall von statten gehen, wird in dem Clip erklärt. Interessant und neu dabei ist vor allem die Art und Weise der Darstellung des Themas „Arbeitsunfall“: Mit der sogenannten „Explainity-Technik“ werden Inhalte und Zusammenhänge anhand von Zeichnungen und Schiebegrafiken anschaulich erklärt - so ein wenig, wie „Sendung mit der Maus“ für Erwachsene. Aber sehen Sie selbst …

Der Clip eignet sich sehr gut, um in das Thema „Unfallversicherungsschutz“ einzusteigen, allgemein oder z.B. bei Ausbildungsdiensten der Feuerwehr auf Standortebene oder bei Lehrgängen in den Feuerwehrtechnischen Zentralen.

Gefährdungsbeurteilung Online

Für die Gefährdungsbeurteilung in den Freiwilligen Feuerwehren haben die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord, FUK Mitte und FUK Brandenburg in Kooperation mit der Fachfirma Mesino eine Software entwickelt. Sie hilft, den Prozess Gefährdungsbeurteilung deutlich zu vereinfachen. Hier stellen wir Ihnen die neue Software und die Grundlagen der Gefährdungsbeurteilung unfassend vor.

Umfangreicher Unfallversicherungsschutz für Freiwillige Feuerwehrleute Unfallzahlen gehen seit Jahren zurück

Mehr als 1,3 Millionen Menschen engagieren sich in Deutschland im freiwilligen Feuerwehrdienst. Sie alle stehen dabei unter dem Schutz der Unfallkassen und Feuerwehrunfallkassen der Bundesländer. 2016 verzeichneten diese 5458 meldepflichtige Arbeitsunfälle von freiwilligen Feuerwehrleuten, das sind 346 weniger als im Vorjahr. Die Unfallzahlen gehen mit einzelnen Schwankungen seit Jahren zurück.

Sicherheitsbrief Nr. 43

Der neue Sicherheitsbrief ist erschienen. In der aktuellen Ausgabe finden Sie Informationen rund um das Thema "Gefährdungsbeurteilung online", Beratung zum sicheren Bau von Feuerwehrhäusern sowie die Statistiken der FUK Kooperationspartner.

18-26958-Sicherheitsbrief-43-2018_final.pdf (1 MB)

Hinterbliebenenversorgung für Retter verbessert - Bei tödlichen Unfällen im Einsatz bis zu 60.000 Euro Soforthilfen

Sicherheitsbrief Nr. 42 erschienen

Die HFUK Nord hat gemeinsam mit der FUK Mitte und der FUK Brandenburg den neuen "Sicherheitsbrief" herausgebracht. Es ist die 42. Ausgabe der Informationsschrift für Sicherheit und Gesundheit im Feuerwehrdienst. Themen sind unter anderem:

  • Persönliche Schutzausrüstung (Titelthema):
    Was schützen soll, muss passen!
  • Auf die PSA kommt es an:
    Schutz beim Arbeiten mit der Motorkettensäge
  • Einsatzschutzkleidung:
    Sind Überjacke und Überhose ausreichend?
  • FUK CIRS:
    Zwei aktuelle Beispiele für Beinahe-Unfälle
  • Einsatz- und Dienstfahrten:
    Sich auf das Wetter einzustellen, verhindert Unfälle
  • Gesetz:
    Mutterschutzrecht neu geregelt
  • Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus:
    Wenn die Feuerwehr baut, muss es sicher sein!
  • Fit von Anfang an! - Kalender 2018:
    Monat für Monat neue Spielideen
  • "112 - Sicher dabei!":
    Jugendfeuerwehren erhalten 5.000 Spiele
  • FUK Mitte:
    Fitnesstest als Motivation
  • HFUK Nord:
    Termine 2018 für "FitForFire"-Trainerseminare stehen fest
  • Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit:
    Innovatives Präventionsangebot der HFUK Nord für FTZ-Personal
  • Vorstände beschließen intensive Zusammenarbeit:
    Feuerwehr-Unfallkassen bringen gemeinsame Präventionsprojekte auf den Weg
  • Wenn Retter in Not geraten:
    Prävention von und Umgang mit Übergriffen auf Einsatzkräfte
  • FUK-Forum Sicherheit 2017:
    Fachtagung ist leider restlos ausgebucht
  • UVV Feuerwehren:
    Überarbeitete Fassung lasst auf sich warten
  • Selbstverständlich sicher und gesund:
    Neue Präventionskampagne "kommmitmensch" gestartet

Den neuen Sicherheitsbrief finden Sie hier als PDF zum Herunterladen:

Sicherheitsbrief-42-WEB-Version.pdf (8 MB)

Wenn Retter in Not geraten: Übergriffe belasten Einsatzkräfte

Neue DGUV Information zeigt, wie Rettungsdienst und Feuerwehr mit verbalen oder tätlichen Angriffen auf das Personal umgehen können

Sie sind zur Stelle, um Menschen in Not zu helfen. Doch die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr werden immer häufiger selbst zu Opfern: Über 1.000 Übergriffe während eines Rettungs- oder Löscheinsatzes zählte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, in den vergangenen fünf Jahren. „Diese Zahl spiegelt jedoch nur die meldepflichtigen Zwischenfälle, mit einer Arbeitsunfähigkeit ab drei Tagen“, sagt Dr. Walter Eichendorf, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DGUV. „Dies lässt vermuten, dass es insgesamt eine weitaus höhere Zahl an Übergriffen auf Einsatzkräfte gibt.“ Die Vorfälle reichen von vehementem Ignorieren oder Abwehren notwendiger Maßnahmen über Beschimpfungen und Bedrohungen bis hin zu Schlägen seitens der Hilfsbedürftigen oder Umstehenden. „Wir beobachten, dass unseren Einsatzkräften in letzter Zeit immer weniger Respekt entgegengebracht wird“, berichtet auch Lars Oschmann, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).


Leistungskatalog der FUK Brandenburg

Mehrleistungen_FUK_Druck_PDF.pdf (443 KB)

Datenstand: September 2017

846 Feuerwehr-Spiele

Potsdam 23.05.2017, 846 Feuerwehr-Spiele nahmen die rund 30 Jugendfeuerwehrwarte aus dem Land Brandenburg während Veranstaltung der Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg für die Jugendfeuerwehren entgegen.

Eingeladen waren die Jugendfeuerwehrwarte aller Landkreise und Kreisfreien Städte sowie die Vorsitzenden der Kreis- und Stadtfeuerwehrverbände. Der Vorsitzende des Vorstandes der Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg Manfred Gerdes, eröffnete die Veranstaltung in der Feuerwache in Potsdam.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Arbeit der Jugendfeuerwehren im Land Brandenburg mit diesem Spiel unterstützen können“, sagt Dieter Ernst, stellvertretender Geschäftsführer der Unfallkasse Brandenburg.

„112 – Sicher dabei!“: Unfallverhütung mit Spiel und Spaß lernen

Ziel des Spiels „112 – Sicher dabei!“ ist es, den Angehörigen der Jugendfeuerwehr spielerisch Wissen über die Unfallverhütung rund um das Thema Feuerwehr zu vermitteln. Spielidee ist dabei, mit den Jugendfeuerwehrgruppen verschiedene Trupps mit je 2-3 Mitgliedern zu bilden. Die Trupps müssen in einem Quiz gegeneinander antreten und verschiedene Fragen beantworten und Aufgaben lösen. Die Fragen und Aufgaben beschäftigen sich mit Fachwissen rund um die Feuerwehr und die Unfallverhütung beim Jugend- und Kinderfeuerwehrdienst. Wer die Fragen richtig beantworten konnte, gewinnt kleine „Flammen“. Der Trupp, der zum Spielende die meisten Flammen sammeln konnte, hat gewonnen.

Mit neun verschiedenen Themenbereichen sind für alle Wissens- und Altersstufen viele Fragen vorhanden, wobei das Mindestalter der Mitspielenden bei 6 Jahren bzw. dem Schulbesuch der ersten Klasse liegen sollte.


Kooperationsvereinbarung HFUK Nord, FUK MItte und FUK BB

Vorstände beschließen intensive Zusammenarbeit:

Feuerwehr-Unfallkassen bringen gemeinsame Präventionsprojekte auf den Weg

Die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord, FUK Mitte und FUK Brandenburg werden zukünftig bei der Unfallverhütung im Feuerwehrdienst und der Öffentlichkeitsarbeit eng zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte durchführen. Dies beschlossen die Vorstände der drei Feuerwehr-Unfallkassen am 6. April 2017 auf einer gemeinsamen Sitzung in Ratzeburg und unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Damit tritt die FUK Brandenburg der Kooperation bei, die die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord und FUK Mitte im Jahr 2008 begründet haben und seitdem viele Präventionsprojekte gemeinsam auf den Weg brachten.

„Die Feuerwehrangehörigen in den Geschäftsgebieten unserer Kassen in Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen werden von der Zusammenarbeit profitieren. Die Präventionsprojekte der jeweils anderen Feuerwehr-Unfallkassen stehen damit allen Versicherten der Feuerwehren dieser Länder zur Verfügung. Das ist ein großer Mehrwert für unsere Unfallverhütungsarbeit in den Wehren und die Sicherheit der Feuerwehrangehörigen“, unterstrichen Manfred Gerdes (FUK Brandenburg), Klaus Brodführer (FUK Mitte) und Hermann Jonas (HFUK Nord) als Vertreter der Vorstände der drei Feuerwehr-Unfallkassen bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung.

Die Kooperation wird sogleich erste Früchte tragen: Als gemeinsame Projekte wurden bereits ein Leitfaden und eine Unterweisungshilfe zu psychischen Belastungen im Feuerwehrdienst auf den Weg gebracht. Zudem wird es das Spiel „112 – Sicher dabei!“ zur Unfallverhütung in der Jugendfeuerwehr für alle Jugend- und Kinderwehren in den sechs Ländern geben. Ab Herbst 2017 wird dann „Der Sicherheitsbrief“ als Präventionsschrift für Sicherheit und Gesundheit im Feuerwehrdienst erstmals gemeinsam von den drei Feuerwehr-Unfallkassen herausgegeben.

Das der gemeinsame „Sicherheitsbrief“ ein Erfolg wird, ist sicher. Schließlich können die HFUK Nord, FUK Mitte und FUK Brandenburg dabei auf eine gute Basis bauen: Seit mittlerweile 11 Jahren bringen alle drei Feuerwehr-Unfallkassen vier Mal im Jahr das Informationsmagazin „FUK-Dialog“ heraus.

Für die Feuerwehr-Unfallkassen HFUK Nord, FUK Mitte und FUK Brandenburg

Christian Heinz
(HFUK Nord)

Bildquelle: Christian Heinz, HFUK Nord

Feuerwehrleute optimal vor Gefahrstoffen schützen Gesetzliche Unfallversicherung startet Forschungsprojekt

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen wollen den Gesundheitsschutz für Feuerwehrleute weiter verbessern. Zu diesem Zweck hat ihr Verband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), in Kooperation mit dem Deutschen Feuerwehrverband, mehreren Berufsfeuerwehren sowie Feuerwehr-Unfallkassen und Berufsgenossenschaften, ein neues Forschungsprojekt initiiert. Das Ziel ist zu erforschen, inwiefern Feuerwehrleute im Einsatz optimal gegen den Kontakt mit Gefahrstoffen geschützt sind. Mit Hilfe der Untersuchungen soll unter anderem geklärt werden, ob und wenn ja, wie viel der schädlichen Substanzen im Einsatz über die Haut aufgenommen werden. Hygiene ist daher einer der Schwerpunkte des Projekts. Die Ergebnisse sollen in konkrete Hinweise münden, wie Feuerwehrmänner und -frauen sich noch besser schützen können.


Unfallversicherungsschutz im Zusammenhang mit Flüchtlingshilfe


Infoblatt_09_des_SG-FwH_der_DGUV_15-09-16.pdf (190 KB)

DGUV-Information---Organisatorischer-Brandschutz-in-Unterknften-von-asylsuchenden-Personen.pdf (459 KB)

dguv_infoblatt_fluechtlingshilfe.pdf (419 KB)

Sowohl für die unentgeltlichen Helfer/ -innen als auch für Asylbewerber, die im Auftrag der Gemeinde/Stadt/Landes Tätigkeiten verrichten, gelten die gleichen Arbeitsschutzvorschriften wie für Beschäftigte der Kommunen und des Landes. Aus Gründen der Unfallprävention empfehlen wir bei Bedarf die in der jeweiligen Kommune zuständige Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Betriebsarzt heranzuziehen.

Wichtige Informationen zum empfohlenen Impfschutz finden Sie im Infoblatt FB FWH (www.ukbb.de/formulare) sowie auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de).

Unentgeltliche Helfer/ -innen, die im Auftrag der Kommunen / des Landes z. B. bei der Betreuung der Asylbewerber, bei Renovierungsarbeiten in kommunalen Gebäuden zur Unterbringung der Asylbewerber oder sprachbegleitenden Maßnahmen mithelfen, sind über die Unfallkasse Brandenburg gesetzlich unfallversichert.

Der Unfallversicherungsschutz erstreckt sich auf alle Tätigkeiten, die im Auftrag der Kommunen / des Landes verrichtet werden. Dies umfasst auch alle in diesem Zusammenhang stehenden Vor- und Nachbereitungshandlungen und die damit zusammenhängenden unmittelbaren Wege. Ebenfalls gesetzlich unfallversichert sind für die Flüchtlingshilfe notwendige Fortbildungsmaßnahmen und Besprechungen, wenn diese durch die Kommune bzw. die Landeseinrichtung veranlasst werden.

Ein schriftlicher Auftrag ist für das Bestehen des Versicherungsschutzes nicht zwingend notwendig. Als Nachweis für den Auftrag ist es jedoch sinnvoll, dass die Kommune bzw. die Landeseinrichtung Listen führt, aus denen ersichtlich ist, wer, wann, welche Aufgaben wahrnimmt. Eine namentliche Meldung der Helfer/-innen an die Unfallkasse Brandenburg im Vorfeld ist nicht erforderlich.

Ebenfalls gesetzlich unfallversichert sind Asylbewerber, die im Auftrag der Kommune/ des Landkreises gemeinnützige Arbeiten verrichten. Nach § 5 Asylbewerberleis-tungsgesetz –AsylbLG – sollen Asylbewerbern soweit wie möglich Arbeitsgelegenheiten bei staatlichen, bei kommunalen und bei gemeinnützigen Trägern zur Verfügung gestellt werden.

Der Versicherungsschutz besteht in beiden Fällen kraft Gesetz, d. h. ohne Beitrags-zahlung oder vorheriger Anmeldung bei der Unfallkasse Brandenburg. Sollte sich ein Unfall ereignen, bitten wir diesen uns über den öffentlichen Träger schnellstmöglich anzuzeigen.

Erleiden Asylbewerber infolge der Durchführung der gemeinnützigen Tätigkeiten einen Unfall, so trägt die Unfallkasse Brandenburg die Kosten der Heilbehandlung und der medizinischen Rehabilitation von der Erstversorgung bis hin zum vollständigen Abschluss des Heilverfahrens.

Verbleiben erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigungen ist unter bestimmten Voraussetzungen auch die Zahlung einer Verletztenrente möglich.

Anders als bei Beschäftigten besteht für die Dauer einer möglichen Arbeitsunfähigkeit jedoch kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung oder Verletztengeld, da durch die Aufnahme einer Tätigkeit nach § 5 AsylbLG kein Beschäftigungsverhältnis begründet wird und die Zahlung der Aufwandsentschädigung kein Arbeitsentgelt im Sinne des Gesetzes als Voraussetzung für die Verletztengeldzahlung darstellt.

Gesetzlich unfallversichert sind Personen - aber keine Sachschäden. Grundsätzlich nicht gesetzlich unfallversichert sind Tätigkeiten im privaten und eigenwirtschaftli-chen Lebensbereich der Helfer/ -innen und Asylbewerber, wie z. B. Essen und Trin-ken oder körperliche Reinigung. Ebenfalls nicht versichert sind jedoch Tätigkeiten, die ohne Auftrag der Kommune / des Landes ausgeführt werden, sowie Aktivitäten auf privater Ebene.

Durch das Land Brandenburg ist ergänzend ein Landessammelvertrag zur Unfallversicherung für ehrenamtlich/freiwillig Tätige abgeschlossen worden. Voraussetzung ist hier, dass die ehrenamtlich/freiwillig Tätigkeit im Land Brandenburg ausgeübt bzw. von Brandenburg ausgeht. Näheres hierzu finden Sie unter: www.masgf.de > Soziales > Ehrenamt

Informationen erhalten Sie auch unter:

E-Mail: info@ukbb.de
Telefon: 0335 5216 0

Vermeidung von Infektionsgefahren für Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen beim Umgang mit asylsuchenden Personen.

Das vom Sachgebiet "Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen" der DGUV erstellte Infoblatt 09 "Vermeidung von Infektionsgefahren für Einsatzkräfte von Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen beim Umgang mit asylsuchenden Personen." steht nun zum Herunterladen bereit.

Infoblatt_09_des_SG-FwH_der_DGUV_15-09-16.pdf (190 KB)

Kinder sicher in der Feuerwehr

Die Arbeitsgemeinschaft der Feuerwehr-Unfallkassen hat für die Präventionsarbeit mit den jüngsten Mietgliedern der Jugendfeuerwehr und zur Förderung der Nachwuchsgewinnung das Malbuch "Kinder sicher in der Feuerwehr" veröffentlicht.

Ziel ist es, Kinder für Gefahrensituationen zu sensibilisieren und schrittweise an die Arbeit der Feuerwehr heran zu führen.

Das Malbuch illustriert nicht nur Gefahren die im Zusammenhang mit der Arbeit der Feuerwehr stehen, sondern weist auch auf Alltagsgefahren hin und gibt Hinweise zum Umgang miteinander.  Das Malbuch finden Sie hier zum Download: FUK-Malbuch-RZ-low.pdf (2 MB)

Schwerer Unfall mit Schmutzwasserpumpe

Warnhinweis

Im Rahmen einer Nachwuchsgewinnungsaktion hatte eine Feuerwehr unter anderem die Leistungsfähigkeit ihrer Schmutzwasserpumpe darstellen wollen. Dazu wurde die Pumpe in einem Becken versenkt, in das Tennisbälle und Lappen geworfen wurden. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit hat die Pumpe auch diese großen "Fremdkörper" im Förderwasser mitgepumpt, was am durchsichtigen Schlauch am Druckabgang sichtbar war.

Aus bisher noch ungeklärter Ursache geriet der rechte Arm eines zehnjährigen Jugendfeuerwehrangehörigen in den Sog der Pumpe und wurde angesaugt. Dabei wurde der Arm fast vollständig in das Ansaugrohr gezogen und die Hand oberhalb des Handgelenks durch das Pumpenrad abgetrennt.

Bei der verwendeten Pumpe handelt es sich um eine Schmutzwasserpumpe Modell "Chiemsee B" der Spechtenhauser Pumpen GmbH.

Nach den bisherigen Ermittlungen der FUK NDS demonstriert der Hersteller die Leistungsfähigkeit der Pumpen ebenfalls mit Tennisbällen, die im Fördermedium schwimmen. Allerdings wird die Förderleistung dabei technisch erheblich verringert.

Dadurch wird zwar die Gefahr des angesaugt Werdens verringert, dennoch aber können Kinder in den Ansaugstutzen hineingreifen und vom Pumpenrad erfasst werden.

Deshalb muss auf die Demonstration der Leistungsfähigkeit der o.g. Pumpe durch die Feuerwehr generell verzichtet werden, wenn die Gefahr besteht, dass auch Kinder in das Ansaugrohr hinein fassen können.

Den Warnhinweis als pdf finden Sie  hier (79 KB)

Elektronische Unfallanzeige
D-Arzt Suche
Datenschutz
Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung

Die Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung: 0800 6050404. [mehr erfahren]