Schwerer Unfall mit Schmutzwasserpumpe

Warnhinweis

Im Rahmen einer Nachwuchsgewinnungsaktion hatte eine Feuerwehr unter anderem die Leistungsfähigkeit ihrer Schmutzwasserpumpe darstellen wollen. Dazu wurde die Pumpe in einem Becken versenkt, in das Tennisbälle und Lappen geworfen wurden. Aufgrund ihrer Leistungsfähigkeit hat die Pumpe auch diese großen "Fremdkörper" im Förderwasser mitgepumpt, was am durchsichtigen Schlauch am Druckabgang sichtbar war.

Aus bisher noch ungeklärter Ursache geriet der rechte Arm eines zehnjährigen Jugendfeuerwehrangehörigen in den Sog der Pumpe und wurde angesaugt. Dabei wurde der Arm fast vollständig in das Ansaugrohr gezogen und die Hand oberhalb des Handgelenks durch das Pumpenrad abgetrennt.

Bei der verwendeten Pumpe handelt es sich um eine Schmutzwasserpumpe Modell "Chiemsee B" der Spechtenhauser Pumpen GmbH.

Nach den bisherigen Ermittlungen der FUK NDS demonstriert der Hersteller die Leistungsfähigkeit der Pumpen ebenfalls mit Tennisbällen, die im Fördermedium schwimmen. Allerdings wird die Förderleistung dabei technisch erheblich verringert.

Dadurch wird zwar die Gefahr des angesaugt Werdens verringert, dennoch aber können Kinder in den Ansaugstutzen hineingreifen und vom Pumpenrad erfasst werden.

Deshalb muss auf die Demonstration der Leistungsfähigkeit der o.g. Pumpe durch die Feuerwehr generell verzichtet werden, wenn die Gefahr besteht, dass auch Kinder in das Ansaugrohr hinein fassen können.

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