Prävention

Unsere im SGB VII (§§ 1, 14) formulierte Aufgabe ist es, Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren abzuwenden und für eine wirksame erste Hilfe zu sorgen.

Die Integration des Arbeitsschutzes in die Organisation der Berufs- und der freiwilligen Feuerwehren ist uns hierbei ein wichtiges Ziel.

Wir beraten die Feuerwehren zu allen Themenbereichen der sicheren und gesundheitsgerechten Gestaltung ihrer Tätigkeit. Nutzen Sie unsere spezifischen Erfahrungen als Feuerwehr-Unfallkasse.

Mit Hilfe des aktuellen Regelwerkes und weiterführender Informationen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (z.B. Unfallverhütungsvorschriften, Sicherheitsinformationen, Broschüren, Videos, Plakate) können Sie Ihr Wissen auf den neuesten Stand bringen und Ihre Kameraden zu diesen Themen informieren.

In den angebotenen Seminaren der Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg vermitteln und vertiefen wir Kenntnisse und Fähigkeiten zum sicheren Arbeiten, der Arbeitsschutzorganisation und spezifischen Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes beim Feuerwehrdienst.

Unsere Aufsichtspersonen sind mit ihren fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen die Bin-deglieder zu den Feuerwehren. Zu ihren Aufgabe zählt auch die Überwachung und Beratung von Feuerwehren um festzustellen, ob die Vorschriften und sonstigen Regeln zum Arbeits- und Gesundheitsschutz eingehalten werden.

Absturzsicherung der Feuerwehr beim Räumen von Dächern

Wie in ganz Deutschland hat auch in Brandenburg der Winter vehement Einzug gehalten und auch hier lasten wieder gewaltige Schneemassen auf den Dächern. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und andere Freiwillige werden häufig von den Kommunen, Organisationen und Betrieben angefordert, um einsturzgefährdete Dächer vom Schnee zu befreien. Dabei ist es meist gar nicht die Aufgabe der Feuerwehren, hier entsprechend BbgBKG tätig zu werden. Vielmehr sollten dazu professionelle Firmen eingesetzt werden.

Im Falle eines Unfalls sind die Feuerwehrangehörigen bei der Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg, die freiwilligen Helfer bei der Unfallkasse Brandenburg gesetzlich unfallversichert.

Aber wichtiger ist es, Unfälle zu verhüten. Und: Eigenschutz geht auch hier vor Sachwerteschutz!

Um Unfälle zu verhüten ist bei allen Arbeiten auf Dächern sicherzustellen, dass ein Abstürzen oder Abrutschen verhindert werden. Dächer mit Durchbruch- beziehungsweise Absturzgefahr dürfen nur mit ausreichenden Sicherungsmaßnahmen betreten werden.

Das gilt auch für Flachdächer und deren Kanten, die einen sicheren Eindruck erwecken. Gefahren stellen hier auch unter Schnee verborgene Glaskuppeln oder Fenster wegen eines möglichen Durchbruchs dar. Deshalb ist es besonders wichtig, sich vor einem Einsatz auf dem Dach über die örtlichen Gegebenheiten zu informieren. Eine genaue „Lageerkundung“ ist auch hier wie bei jedem Feuerwehreinsatz unerlässlich. Die Gebäudeeigentümer und ggf. auch Statiker sind vor dem Betreten der Dächer hinzu zu ziehen.

Als Sicherungsmaßnahmen bei Arbeiten auf Dächern kommen folgende in Betracht:

1. Schutz gegen Absturz

Eine Sicherungsmaßnahme für Feuerwehrleute gegen Absturz ist die zur speziellen per-sönlichen Schutzausrüstung gehörende Feuerwehrleine. Sie ist eine Halteleine und so einzusetzen, dass die Feuerwehrangehörigen bei stets straff zu haltender Leine (z. B. über einen auf der gleichen oder einen höheren Ebene befindlichen zweiten Feuerwehrmann) vor einem möglichen Absturz oder das Abrutschen bewahrt werden. Die Sicherungsleine ist stets straff zu halten, damit ein Fallen in diese Leine ausgeschlossen ist. Der Sichernde muss sich selbst natürlich auch an einem Anschlagpunkte sichern.

2. Schutz bei Absturz

Zum Schutz bei Absturz sind Auffangsysteme einzusetzen. Geeignet sind z. B. der Gerätesatz Absturzsicherung nach DIN 14900-17 - ein Kernmantel-Dynamikseil und Sicherheitsgeschirr (Auffanggurt) - oder ein Verbindungsseil mit Falldämpfer und Auffanggurt oder ein Höhensicherungsgerät und Auffanggurt. Diese Systeme lassen sich nur anwenden, wenn auch geeignete Anschlagpunkte vorhanden sind. Alternativ könnten dazu auch die bei einigen Feuerwehren vorhandenen Drehleiterfahrzeuge eingesetzt werden.

Auch für die freiwilligen Helfer, die im Auftrage der Kommunen bei der Schneeberäumung von Straßen und Wegen helfen und dabei verunglücken, erbringt die die Unfallkasse Brandenburg Leistungen für die medizinische und berufliche Rehabilitation bis hin zu einer Rente bei schweren Unfällen. Bei tödlichen Unfällen erhalten auch die Hinterbliebenen Rentenleistungen.

Beschäftigte von Unternehmen, die mit der Schneeräumung beauftragt werden und dabei einen Unfall erleiden, sind bei ihrem zuständigen Unfallversicherungsträger unfallversichert.

Bei einem erforderlichen Arztbesuch sind keine Praxisgebühren zu entrichten.

Der Arzt sollte jedoch zu Beginn der Behandlung darauf hingewiesen werden, dass offensichtlich ein „Arbeitsunfall“ vorliegt und ihm der zuständige Unfallversicherungsträger z. B. die Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg benannt wird.

Ihre Feuerwehr-Unfallkasse Brandenburg

Ihre Unfallkasse Brandenburg

Elektronische Unfallanzeige
D-Arzt Suche
Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung

Die Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung: 0800 6050404. [mehr erfahren]